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Unsere aktuellen Projekte

Empirische Studien

Marktstudie Risikomanagement-Informationssysteme 2016

Die Komplexität und Vielfalt von Risikostrukturen erfordern eine softwaretechnische Unterstützung des Risikomanagements, wenn man als Unternehmen den Umgang mit Risiken professionell gestalten möchte. Zu diesem Zweck existieren Risikomanagementinformationssysteme (RMIS), welche Unternehmen dabei unterstützen sollen die Risikolage zu dokumentieren, zu prognostizieren und Risiken bzw. Gegenmaßnahmen besser zu steuern. Der Markt für RMIS ist stark fragmentiert, da es zum einen Lösungen für verschiedene Unternehmensgrößen und zum anderen branchenunabhängige oder branchenspezifische Angebote gibt. Zu diesem Zweck wurden von uns bereits im Jahr 2009 neun RMIS für die Supply Chain analysiert. In unserem aktuellen Projekt weiten wir die Untersuchung aus und betrachten den weltweiten Markt für RMIS. In einem ersten Schritt unserer Analyse wurden dazu die relevanten Anbieter von RMIS identifiziert. Im nächsten Schritt wird momentan auf Grundlage eines Fragebogens eine Erhebung des Leistungsangebots durchgeführt, die es ermöglicht, einen fundierten Gesamtüberblick des RMIS-Marktes zu erhalten. Für unsere Forschung soll so der Status Quo in der Softwareunterstützung des Risikomanagements erhoben werden. Für potentielle Nachfrager soll mit der Veröffentlichung des Marktüberblicks eine aktuelle Entscheidungshilfe bereitgestellt werden.

 

Studie Risikomanagement in staatlichen Universitäten

Öffentliche Hochschulen agieren in einem immer wettbewerbsintensiveren Umfeld und sehen sich einer unsicheren Finanzierung gegenübergestellt, die sich in den letzten Jahren insbesondere zu einer immer mehr leistungsorientierteren Mittelverteilung hin entwickelt. Somit bestehen auch für staatliche Universitäten Risiken, die es erfordern durch ein eigenes Risikomanagementsystem identifiziert, analysiert, gesteuert und kontrolliert zu werden. Die Untersuchung beschäftigt sich mit der Identifikation und Analyse von universitätsspezifischen Risiken. Die Literatur lieferte bisher keine systematische Identifizierung und Analyse von Risiken im Universitätsumfeld, wodurch mit diesem Beitrag eine Lücke geschlossen werden soll. Neben der strukturierten Aufarbeitung wird eine empirische Analyse unter allen Universitäten in Deutschland durchgeführt, um die Bedeutung der ermittelten Risiken durch die Risikomanagementverantwortlichen der Universitäten einschätzen zu lassen. Aus Basis von Experteninterviews mit Vertretern der staatlichen Universitäten, ermitteln wir Verbesserungspotentiale für das Risikomanagement an staatlichen Universitäten.

 
Internes Risikomanagement

Integration of Risk Aspects into Business Process Modelling

Eine der größten Herausforderungen im Risikomanagement besteht darin Risiken zu identifizieren und zu erfassen. Oftmals fehlt den Unternehmen dazu eine strukturierte, umfassende und systematische Vorgehensweise, um Risiken zu erfassen, zu dokumentieren und weiterzuverarbeiten. Insbesondere im operativen Bereich, wo Risiken häufig entstehen, sollten Risikoinformationen gesammelt werden. Im Rahmen des Geschäftsprozessmanagments werden Prozesse modelliert und in einer Notationssprache dokumentiert. Obwohl es seit einigen Jahren mehrere Ansätze gibt, wie Risikoaspekte in Geschäftsprozessmodelle integriert werden können, sind diese Ansätze weder umfassend noch systematisch auf die Anforderungen von Risikomanagement-Frameworks wie COSO ERM oder Prüfungsstandards ausgerichtet. In diesem Projekt werden die Anforderungen an eine Modellierung von Risiken in Geschäftsprozessen aus dem weit verbreiteten Framework COSO ERM abgeleitet und eine Erweiterung der weltweit führenden Geschäftsprozessnotation BPMN 2.0 konzipiert, um diese Lücke zu schließen.

 

Risk Cost Accounting: A Risk Management Information System Based on Risk Costs

Die Erfassung und Dokumentation von Risiken bildet die Grundlage des betrieblichen Risikomanagements. Durch die vorherige Integration des Risikoaspektes in die Geschäftsprozessmodellierung können besonders risikoreiche Bereiche identifiziert werden. In diesem Projekt wird eine Risikokostenrechnung konzipert, die bei geeigneter Quantifizierung der Risiken, neben der klassischen Kostenrechnung als Schattenrechnung etabliert werden kann. Diese soll dann detailliert Auskunft über die Risikosituation im Unternehmen und die Risikobehaftung einzelner Bereiche geben. Mit Hilfe dieser Schattenrechnung lassen sich letztlich die quantifizierten Risiken in der Preisbildung berücksichtigen.

 

Risk Responsibility Accounting

Sind Risiken und ihre Wirkungszusammenhänge bekannt, quantifiziert und der Ort ihrer Entstehung eindeutig, können Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Problematisch hierbei ist, dass Risiken oftmals in anderen Organisationseinheiten entstehen. Ein Verantwortlicher müsste also Maßnahmen aus seinem Budget finanzieren, die gegen Risiken wirken, welche sein Bereich nicht zu verantworten hat. Auf Basis der erfassten Risiko-Ursache-Wirkungsketten wird in diesem Projekt daher eine Risiko-Verantwortungsrechnung konzipiert, die diesem Problem Rechnung trägt. Risiken, die in Einheiten auftreten, in denen sie nicht verursacht wurden, werden den Einheiten zugerechnet, die für die Entstehung verantwortlich sind und keine geeigneten Maßnahmen dagegen ergriffen haben. Dadurch wird für Verantwortliche ein Anreizsystem geschaffen, auch Risiken zu bekämpfen, die dem eigenen Umfeld entspringen aber in anderen Einheiten Schaden anrichten.