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Fachwissenschaftliche Projektarbeit (WiIng)

Fachwissenschaftliche Projektarbeit (2 SWS) (Wirtschaftsingenieurwesen (B. Sc.), Logistik (B. Sc.))

 

Einordnung in das Lehrangebot/Adressatenkreis

Im Rahmen des Bachelor-Studiums Wirtschaftsingenieurwesen ist im 6. Fachsemester im Modul 13 eine fachwissenschaftliche Projektarbeit vorgesehen. Diese wird je nach Projekt von mehreren Studierenden in Kleingruppen bearbeitet. Sie verfassen in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit einen Projektbericht. Aus diesem muss hervorgehen welche Teammitglieder welche Aspekte/Bereiche bearbeitet haben. Im Anschluss an die Einreichung eines Projektberichts (je Teammitglied 15-20 Seiten) findet eine mündliche Präsentation statt, wobei bei der mündlichen Präsentation der Projektergebnisse auch auf Kompetenzen wie Präsentationsfähigkeit, Rhetorik und Ausdrucksfähigkeit geachtet wird. Für die erfolgreiche Absolvierung der fachwissenschaftlichen Projektarbeit werden Ihnen 5 Credits bei 2 SWS angerechnet.

 

Inhalt der Lehrveranstaltung

Die Fachwissenschaftliche Projektarbeit beinhaltet eine studienbegleitende Hausarbeit als Teamarbeit. In der gemeinsamen schriftlichen Ausarbeitung muss die Einzelleistung jedes/r Kandidaten/in erkennbar sein. Nach Abgabe der Ausarbeitung erfolgt innerhalb von vier Wochen eine Ergebnispräsentation in Form eines Vortrags durch jedes Team. In diesen halbstündigen Vorträgen präsentieren alle Teammitglieder ihre gewonnenen Erkenntnisse vor den betreuenden wissenschaftlichen Mitarbeitern und den Kommilitonen/innen.

 

Konzeption

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Ziel des sich an Studierende im Wirtschaftsingenieurwesen richtenden Seminars ist es, sich mit spezifischen Fragestellungen der Digitalisierung der Wasserinfrastruktur auseinanderzusetzen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Praxisrelevanz der zu untersuchenden Fragestellung gelegt. Aus diesem Grunde wird das Seminar in Zusammenarbeit mit dem Wasserforschungsinstitut IWW Zentrum Wasser (www.iww-online.de) durchgeführt.

 

Anmeldung

Interessierte Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens oder der Logistik können sich in einer frei wählbaren Gruppe mit bei dem betreuenden Mitarbeiter Herr Lasse Jochheim, M. Sc. () bis einschließlich Mi, 21.02.2018 anmelden.

 

Termine

Vorbesprechung/Themenausgabe: Fr., 23.02.2018, 13.00-14.00 Uhr Uhr (Mathematik-Tower, Raum M125)

Abgabe Seminararbeit: Di., 20.06.2018, 12.00 Uhr (Lehrstuhl-Sekretariat UC; Raum M229)

Präsentationstermin: Anfang Juli beim IWW Zentrum Wasser im Mülheim an der Ruhr (Datums- und Ortsangaben folgen schnellstmöglich)

 

Prüfungsumfang

1.      Schriftliche Ausarbeitung einer Projektararbeit (max. 40 Seiten, Teamleistung)

2.      Präsentation der Seminararbeit im Team

 

Themen der Projektarbeiten

1.      Zustand der Wasserinfrastruktur

Inhaltlich geht es um eine Bestandsaufnahme der Wasser-Infrastruktur in NRW und der Beantwortung der Frage: „Gibt es einen Investitionsstau in der Trinkwasser-Infrastruktur?“. Für diese dem Asset Management zugehörige Frage sind zunächst systematisch die verfügbaren Quellen zu analysieren. Zu den öffentlich zugänglichen Quellen gehören u.a. Daten des Statistischen Bundesamtes, öffentliche Abschlussberichte von Benchmarking-Projekten der Bundesländern sowie die Wasserversorgungskonzepte der Städte und Gemeinden (in NRW). In einer zweiten Untersuchungsphase sollte man im Rahmen von explorativen Experteninterviews für ein repräsentatives Sample von Wasserversorgern nach dem Zustand der Trinkwasser-Infrastruktur befragen. In einem dritten Schritt ist auf Basis der öffentlichen Quellen sowie der explorativen Experteninterviews für den Investitionsbedarf in der Trinkwasser-Infrastruktur in NRW eine erste grobe Hochrechnung vorzunehmen.

 

 2.      Mehrwert für Wasserversorger durch Smart Meter

Intelligente Zähler ermöglichen auch in Wasserversorgungsunternehmen zahlreiche neue Anwendungen. Die Projektarbeit soll zunächst kurz bestehende technische Lösungen vorstellen. Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Nutzendimensionen (Betreiber, Kunde, u.a.) von Smart Metering im Trinkwasserbereich aus Sicht des Versorgungsunternehmens. Dazu zählen Aspekte wie die Schonung von Ressourcen, mögliche Zeit- und Fehlerreduzierungen bei der Auslesung, automatisierte Entdeckung von Leckagen und Fehlmengen, evtl. auch Gesundheitsaspekte. Den Kosteneinsparungen, z.B. beim automatischen Auslesen, stehen aber auch Investitionen für den Einbau und die Kosten für den laufenden Unterhalt der Zähler gegenüber. Im Ergebnis soll die Projektarbeit sinnvolle Einsatzszenarien für Smart Meter bei unterschiedlichen Kundensegmenten (Fokus Haushalt, Gewerbe) aufzeigen.

 
 3.      Anspruch von Wasserversorgern an Webdienstleistungen

Online-Dienste werden aktuell bereits themenspezifisch und in unterschiedlichen technischen Komplexitätsgraden angeboten. Das bestehende Angebot erstreckt sich von einfachen statischen Webseiten mit lediglich informativem Charakter bis hin zu komplexen Webportalen, die Applikationen bzw. Einstiegspunkte für den Download von Desktop-Programmen anbieten. Thematische Schwerpunkte wie technische Präferenzen der Nutzer dieser Webdienstleistungen lassen sich aufgrund des breit gestreuten Angebots derzeit nur schwerlich identifizieren. Ziel dieser Projektarbeit soll es deshalb sein, technische wie fachlich-inhaltliche Anforderungsprofile an Webdienstleistungen für unterschiedliche Anspruchsgruppen der Wasserwirtschaft zu erstellen. Auf Basis der Recherche bestehender Webdienstleistungen im wasserwirtschaftlichen Kontext, soll im Rahmen der Projektarbeit eine empirische Befragung unter Akteuren des Wassersektors hinsichtlich ihres Anspruchs an Weblösungen erarbeitet und durchgeführt werden. Ergänzend könnten dabei unter Verwendung der „Choice Experiment“-Methodik die aus der Literatur erarbeiteten Kriterien bzw. Attribute durch die befragten potentiellen Nutzer priorisiert und im Idealfall einer individuellen Zahlungsbereitschaft zugeordnet werden. Hierdurch wird die Entwicklung von Webdienstleistungen im Bereich der Wasserwirtschaft zukünftig anwendungsspezifisch und nutzerorientierter erfolgen können.

 
 4.      Entwicklung eines Webinar für das Technische Risikomanagement (TRIM)

Beim Technischen Risikomanagement handelt es sich um eine vorbeugende und systematisch angewandte Prozessüberwachung. Diese Prozessüberwachung ergänzt in der Wasserwirtschaft die wichtige und gesetzlich vorgeschriebene Produktüberwachung in Form von Trinkwasseranalysen. Das Technische Risikomanagement basiert auf dem technischen Regelwerk (insb. DIN EN 15957-2) zur Gewährleistung einer jederzeit sicheren Trinkwasserversorgung und ermöglicht die gezielte Verringerung und Beherrschung von technischen und organisatorischen Risiken im operativen Betrieb von Wasserversorgungsanlagen. Betrachtet wird die gesamte Wertschöpfungskette der Trinkwasserversorgung vom Ressourcenschutz bis zur Wasserverteilung und Verbrauchserfassung beim Kunden. Die Projektarbeit soll die wesentlichen Inhalte des technischen Risikomanagement so aufarbeiten, dass sie in Gestalt eines Online-Seminars oder Testimonials Wasserversorgern bereitgestellt werden. Damit sollen die Versorger zumindest initial in der Lage sein, bestehende technische und betrieblich-organisatorische Maßnahmen zur Risikobeherrschung zu dokumentieren sowie noch durchzuführende Maßnahmen zur Verringerung von Risiken zu erarbeiten. Diese Kenntnisse werden in der Regel für die Erstellung oder Ergänzung von Betriebsdokumentationen, z.B. Betriebshandbuch, genutzt.

  

5.      Nutzung von Social Media Kanälen durch Aufgabenträger der Wasserwirtschaft

Die Digitalisierung geht auch mit veränderten Formen der Kommunikation einher. Hier soll untersucht werden, wie verschiedene Aufgabenträger der Wasserwirtschaft gegenwärtig moderne Kommunikationskanäle wie Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat o.ä. nutzen. Bei den Aufgabenträgern geht es um die gesamte Breite wasserwirtschaftlicher Akteure, z.B. Behörden, Betreiber/Versorger, Industrie oder auch Verbände. Besonders interessant sind dabei die vornehmlichen Einsatzzwecke von Social Media Kanälen: Geht es vor allem um Störungen oder Versorgungsunterbrechungen (Krisenkommunikation), den Dialog mit dem Kunden z.B. über neue Dienstleistungen, Wassertarife, die Gewinnung qualifizierten Personals oder auch um allgemeine Imagebildung? Im Ergebnis sollten für unterschiedliche Aufgabenträger typische Szenarien der Nutzung sozialer Medien für die relevanten Zielgruppen aufgezeigt werden.

 

6.      Entwicklung eines Business Modells (B2B) für Online-Dienstleistungen in der Wasserwirtschaft

Sie sollen mögliche Businessmodelle für Online-Dienstleistungen in der Wasserwirtschaft (ca. 6.000 Trinkwasserversorger in Deutschland) aufzeigen. Kunden der Dienstleistungen können die Wasserversorger selber sein, die Industrie, Behörden wie Gesundheitsämter, aber auch Endverbraucher/Kunden der Versorger. In einem ersten Schritt sollen sie prüfen, welche Muster bzw. Lösungen und Produkte in vergleichbaren Versorgungsbranchen erfolgreich sind. Wo gibt es für versorgungsnahe Dienstleistungen bereits echte Webanwendungen, die kontinuierlich benutzt werden? Welche Produktanbieter von Pumpen, Anlagen etc. bieten ergänzend zu ihren verkauften Produkten entsprechende Dienstleistungen an? Wie lässt sich herausfinden, ob im Wasserfach digitale Dienstleistungen über Webtools dauerhaft angenommen werden und was dafür akzeptable Preise wären? Darauf aufbauend ist in einem zweiten Schritt zu strukturieren, welche Art von Dienstleistungen sich für welche Kundengruppen mit welchen Erlösmodellen anbieten. Schließlich sollen sie ein Geschäftsmodell ihrer Wahl dezidiert betrachten. Versuchen Sie das Geschäftsmodell auf Basis bestehender Ansätze wie dem Canvas-Modell weiter auszuarbeiten. Nehmen sie eine Analyse potentieller Wettbewerber vor und machen sie sich Gedanken über die Skalierbarkeit ihres Geschäftsmodells.



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Kontakt

Lasse Jochheim
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tel.: 0231 755-5036